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Luca Pacioli

Luca Pacioli

Luca Pacioli (
- um 1445 in Borgo San Sepolcro, Toskana; † 1514 in Rom) war ein italienischer Mathematiker und Franziskaner. Seit 1477 war er Professor in Perùgia, Neapel, Mailand, Florenz, Venedig und Rom; er war mit Leonardo da Vinci befreundet und schrieb auf dessen Anregung eine Abhandlung über den Goldenen Schnitt, welche auch von Leonardo da Vinci illustriert wurde. Sein Buch Summa de Arithmetica, Geometria, Proportioni et Proportionalità 1494 gilt als größte mathematische Arbeit der Renaissance. Das Buch enthält außerdem die erste geschlossene Darstellung der "Venezianischen Methode" = doppelte Buchführung, wie sie zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich von den Venezianern und Medici verwendet wurde. Ob Pacioli auch der geistige Vater der doppelten Buchführung ist, oder ob er sich vielmehr nur das Werk seines Lehrers, des Malers und Mathematikers Piero della Francesca angeeignet und unter seinem Namen veröffentlicht hat, ist umstritten. Das Buch wurde indes in viele Sprachen übersetzt und von anderen Autoren kopiert, was der doppelten Buchführung zu ihrem Durchbruch verhalf.

Weblinks


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- [http://acct.tamu.edu/smith/ethics/pacioli.htm Luca Pacioli: The Father of Accounting]
- [http://www-groups.dcs.st-andrews.ac.uk/~history/Mathematicians/Pacioli.html Full Bio of Pacioli (St.Andrews)] Pacioli, Luca Pacioli, Luca Pacioli, Luca Pacioli, Luca Pacioli, Luca Pacioli, Luca Pacioli, Luca ja:ルカ・パチョーリ

Toskana

Die Toskana (ital. Toscana) ist eine Region in Italien und grenzt im Norden an Ligurien und die Emilia-Romagna, im Osten an die Marken und an Umbrien und im Süden an Latium.

Geografie

Die Toskana hat eine Fläche von ca. 23.000 km² und knapp 3,6 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt der Toskana ist Florenz im Norden der Region. Weitere wichtige Städte sind Pisa, Siena, Grosseto und Lucca. Die Toskana ist bekannt für ihre hügelige Landschaft, die sich besonders durch die vielen Pinien, Trauerzypressen, Olivenbäume und Weinreben auszeichnet. Das Toskanische Archipel umfasst neben Elba, der drittgrößten Insel Italiens, unter anderem auch die kleineren Inseln Giglio, Capraia, Pianosa, Montecristo, Giannutri und Gorgona.

Landschaften

Zu den bekanntesten und beliebtesten Landschaften der Toskana zählen die Maremma im Süden, das Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena sowie die Etruskische Riviera, die sich von Livorno bis nach Piombino entlang der Toskanischen Küste erstreckt. Weitere Landschaften sind Mugello, Val di Chiana (Chianatal) und das Casentino.

Verwaltung

Die Hauptstadt der Toskana ist Florenz. Es gibt die zehn Provinzen Arezzo, Florenz, Grosseto, Livorno, Lucca, Massa-Carrara, Pisa, Pistoia, Prato und Siena.

Wirtschaft

Hauptsächlich Tourismus und Landwirtschaft (vor allem Wein und Olivenöl). Zu den bekanntesten Toskanischen Weinen zählen der Chianti, der Brunello di Montalcino und der Vino Nobile di Montepulciano.

Geschichte

Antike und Mittelalter

Montepulciano siehe auch: Liste der Herrscher der Toskana Etrurien wurde von Rom im Jahr 351 v. Chr. endgültig annektiert und bildete die siebte der elf Regionen, in die Italien von Augustus für administrative Zwecke unterteilt wurde. Unter Konstantin wurde es mit Umbrien zusammen in einer Provinz vereinigt, ein Arrangement, das mindestens bis 400 n. Chr. andauerte. Von Ammianus Marcellinus wird eine Unterscheidung zwischen Tuscia suburbicaria und Tuscia annonaria angedeutet, wobei letzteres der Teil war, der nördlich des Arno lag. Nach dem Sturz des Westreiches kam Tuscia mit anderen italienischen Provinzen nacheinander unter den Einfluss von Herulern, Ostgoten und griechischen und lombardischen Herzögen. Unter den letzteren wurde Tuscia Langobardorum, bestehend aus den Bezirken Viterbo, Corneto und Bolsena, unterschieden von Tuscia Regni, das weiter nördlich lag. Unter Karl dem Großen wurde der Name Tuscia oder Toscana auf die Tuscia Regni eingeengt. Einer der frühesten der fränkischen Markgrafen war Bonifaz, entweder der erste oder der zweite dieses Namens, der um 828 mit Erfolg in Afrika gegen die Sarazenen kämpfte. Adalbert I., der ihm nachfolgte, ergriff die Partei Karlmanns gegen dessen Bruder Ludwig III. von Frankreich und erlitt in der Folge Exkommunikation und Inhaftierung. Adalbert II. der Reiche, der die ehrgeizige Bertha, Tochter des lothringischen Königs Lothar II., heiratete, spielte eine prominente Rolle in der Politik seiner Zeit. Ein nachfolgender Markgraf Hugo der Große wurde 989 auch Herzog von Spoleto. Die männliche Linie der Markgrafen endete mit Bonifaz II. (oder III.), der 1052 ermordet wurde. Seine Witwe Beatrix heiratete 1055 Gottfried, Herzog von Lothringen, und regierte das Land bis zu ihrem Tod 1076. Dann folgte ihr Matilda, ihr einziges Kind von ihrem ersten Ehemann. Matilda starb 1114 ohne Nachkommen und hinterließ all ihre umfangreichen Besitztümer der Kirche. Der daraus folgende Kampf zwischen den Päpsten, die das Erbe beanspruchten, und den Kaisern, die meinten, dass die Gräfin kein Recht hätte, über kaiserliche Lehen zu verfügen, ermöglichte es den größeren Städten der Toskana, allmählich ihre Unabhängigkeit zu gewinnen. Die wichtigsten dieser toskanischen Republiken waren Florenz, Pisa, Siena, Arezzo, Pistoia und Lucca.

Zeit der Stadtrepubliken

Die florentinische Republik erobert im 15. Jahrhundert wichtige toskanische Städte und wurde innerhalb der Toskana und Italiens immer dominanter. Siena besiegte im Jahr 1260 Florenz in der großen Schlacht von Montaperti, ohne dass Florenz dabei dauerhaften Schaden erlitt. Siena verlor seine Selbstständigkeit erst wieder im 16. Jahrhundert und wurde an das Herzogtum bzw. Großherzogtum Toskana angeschlossen. Lucca blieb noch bis über die Napoleon-Herrschaft hinaus unabhängig von der Toskana. Für eine detaillierte Darstellung dieses Teils der Geschichte, siehe auch Geschichte von Florenz, Geschichte Sienas, Geschichte von Pisa.

Großherzogtum Toskana

Geschichte von Pisa 1531 wurde Florenz von Kaiser Karl V. in ein erbliches Herzogtum unter den Medici umgewandelt. Unter Cosimo I. wurde es dann durch päpstliches Privileg 1569 (damals weltweit einzigartig) zum Großherzogtum Toskana. 1737 starb der letzte Medici, Gian Gastone, und nachdem Franz I., der ehemalige Herzog von Lothringen und Gemahl der Habsburger Kaisertochter Maria Theresia, das Großherzogtum gemäß internationaler Verträge in Besitz genommen hatte, setzte er eine Regentschaft unter dem Fürsten von Craon ein. Nach einem kurzen Aufenthalt in Toskana 1739, gemeinsam mit seiner Gemahlin Maria Theresia, reiste der neue Landesherr und künftige römisch-deutsche Kaiser nach Österreich ab, um sein neues Territorium niemals wiederzusehen. Die Toskana wurde von einer Reihe landfremder Beamter regiert, die sich z.T. ungeniert bereicherten. Wenn auch die Verwaltung nicht vollkommen ineffektiv war und einige nützliche Reformen einführte, wurde das Volk doch durch Steuern bedrückt, die es für die Apanage des in Wien lebenden Großherzogs bzw. (ab 1745) römisch-deutschen Kaisers und für die österreichischen Kriege zahlen musste, was zur Verarmung des Landes führte. Franz starb 1765. Auf dem Thron des Großherzogtums folgte ihm sein jüngerer Sohn, der spätere Kaiser Leopold II., der als toskanischer Großherzog (1765-1790) den Namen Peter Leopold (Pietro Leopoldo) führte. Peter Leopold residierte dauerhaft in der Toskana und stellte sich als einer der fähigsten und bemerkenswertesten Reformfürsten des 18. Jahrhunderts heraus. Allerdings ging er im Vergleich zu seinem berühmteren Bruder Kaiser Joseph II. behutsamer und gemäßigter vor. Er ersetzte die Ausländer in den Regierungsämtern durch Toskaner, führte ein System des freien Handels von Lebensmitteln und Stoffen ein (auf Vorschlag des Sienesen Sallustio Bandini), förderte die Landwirtschaft und gewann große Flächen an Marschland für intensive Kultivierung. Er organisierte die Besteuerung auf einer Basis der Gleichheit aller Bürger und schaffte damit eines der ärgerlichsten Privilegien des Adels ab, reformierte die Justizverwaltung und die örtliche Regierung, schaffte Folter und Todesstrafe ab und ersetzte die Bürgermiliz durch ein stehendes Heer. Seine Reformen in Kirchenangelegenheiten sorgten jedoch für großen Aufruhr, denn er zügelte die Macht des Klerus, schaffte einige Klöster ab, reduzierte den unveräußerlichen Besitz der Kirche und lehnte die Einmischung des Papstes ab (siehe auch Synode von Pistoia). Der Großherzog dachte auch daran, eine Art Verfassung zu gewähren, was jedoch letztlich (auch wegen des Widerspruchs Josephs II.) unterblieb. Zugleich war Leopolds teutonische Starrheit unpopulär, viele seiner Reformen waren ihrer Zeit voraus und wurden von der konservativen Mehrheit im Volk nicht gewürdigt, sondern abgelehnt. Nach dem Tod seines Bruders Joseph II. 1790 wurde Peter Leopold römisch-deutscher Kaiser und Erbe des österreichischen Staatenverbands und wechselte nach Wien, wo er bereits 1792 starb. Zuvor ernannte er - ähnlich wie sein Vater - wiederum seinen zweiten Sohn Ferdinand III. (1790-1801 und 1814-1824), der in der Toskana geboren und aufgewachsen war, zum neuen Großherzog. Dieser war der eigentliche Stammvater der habsburgischen Sekundogenitur in der Toskana, die dort mit Unterbrechungen bis 1859 regierte.

Revolutionskriege und Napoleon

Ferdinand III. Während der französischen Revolutionskriege versuchte Ferdinand III. Neutralität zu bewahren, um fremde Invasionen zu vermeiden, aber 1799 zog eine französische Truppe in Florenz ein und wurde von einer kleinen Zahl Republikaner willkommengeheißen. Der Großherzog musste fliehen, ein Freiheitsbaum wurde gepflanzt, und eine provisorische Regierung aus Franzosen rief eine "Etrurische Republik" aus. Die große Masse des Volks war vom unreligiösen Charakter des neuen Regimes allerdings entsetzt, und eine Konterrevolution, die von Papst Pius VII., den Anhängern des Großherzogtums und dem Klerus geschürt wurde, brach in Arezzo aus. Banden bewaffneter Bauern zogen mit dem Ausruf "Viva Maria!" durch das Land und vertrieben die Franzosen, nicht ohne Greueltaten zu begehen. Mit der Hilfe der Österreicher, die der Unordnung ein Ende setzten, wurde Florenz besetzt, und eine Regierung im Namen des abwesenden Großherzogs Ferdinand gebildet. Aber nach Napoleons Sieg bei Marengo kehrten die Franzosen mit einem großen Heer zurück, zerstreuten die Banden und besetzten Florenz erneut (Oktober 1800). Auch sie begingen Greueltaten und plünderten Kirchen, aber sie wurden herzlicher als zuvor vom Volk empfangen. Joachim Murat (später König von Neapel) veranlaßte die Bildung einer provisorischen Regierung, die zwischenzeitlich noch einmal von einer großherzoglichen abgelöst wurde. Durch den Frieden von Luneville 1801 mußte die habsburgische Sekundogenitur jedoch - scheinbar endgültig - auf die Toskana verzichten: Der bisherige Großherzog Ferdinand wurde 1802 zunächst mit dem säkularisierten Fürsterzbistum Salzburg (Säkularisation als neues "Kurfürstentum"), 1805 in neuerlichem Ländertausch mit dem neugeschaffenen Großherzogtum Würzburg (ebenfalls einem früheren Fürstbistum) innerhalb Deutschlands entschädigt und wurde auf diese Weise doch noch ein Vasall Napoleons, mit dem er fortan bis 1814 verläßlich zusammenarbeitete. Die Toskana hingegen wurde von Napoleon 1801 dem Herrschaftsgebiet der damals mit ihm verbündeten spanischen Bourbonen zugeteilt, indem der Erbprinz des von den Franzosen beanspruchten bourbonischen Herzogtums Parma als Ludwig I. zum "König von Etrurien" erhoben wurde. Der neue König, faktisch ebenfalls ein machtloser französischer Vasall, starb bereits 1803. Sein minderjähriger Sohn Karl Ludwig - der spätere Herzog von Lucca bzw. Parma - wurde als Ludwig II. zum König proklamiert, für den seine Mutter Marie Louise (eine geborene Infantin von Spanien) die Regentschaft führte. Bereits im Dezember 1807 endete diese Bourbonen-Episode in der Toskana: Die Königin-Regentin mußte auf französischen Druck hin abdanken und ging mit ihrem Sohn nach Spanien, die Toskana wurde Teil des französischen Kaiserreiches und erhielt 1809 Napoleons Schwester Elisa Baciocchi zur Generalgouverneurin, die ehrenhalber den Titel einer "Großherzogin von Toskana" führen durfte. Anders als in anderen italienischen Staaten stellte sich in der Toskana heraus, daß diese aufgrund der aufgeklärten Reformen Peter Leopolds der europaweiten napoleonischen Reformarbeit kaum bedurfte. Der Belastung durch Steuern und Wehrpflicht, die im desaströsen Russland-Feldzug von 1812/13 kulminierte, standen daher kaum Vorteile gegenüber. Daher fiel es dem Lande im Unterschied zu anderen leicht, daß Napoleon 1814 stürzte und der frühere Habsburger-Herrscher zurückkehrte.

Restauration

Der im April 1814 wiedereingesetzte habsburgische Großherzog Ferdinand III. rächte sich an den zahlreichen Kollaborateuren in Adel und Bürgertum nicht, sondern betrieb erneut eine gemäßigte liberalkonservative Politik, die sich vorteilhaft von der Reaktion in zahlreichen Nachbarstaaten Italiens abhob. Dieser Linie blieb auch sein Sohn und Nachfolger Leopold II. (1824-1859) treu. In den 1820er Jahren war Toskana ein wichtiges intellektuelles Zentrum Italiens und damit auch ein gemäßigt-oppositionelles Sammelbecken. Auch an der liberalen Reformpolitik der Jahre 1847/48 beteiligte sich der Großherzog - sehr zum Unwillen der Wiener Regierung. Die radikale Revolution von 1849, die die Monarchie zeitweilig abschaffte und den Herrscher in die österreichischen Arme trieb, änderte dies grundlegend. In den letzten zehn Jahren seiner Regierung war Leopold allein schon durch eine starke österreichische Militärbesatzung strikt der Politik seines kaiserlichen Verwandten Franz Joseph I. unterworfen.

Anschluss an Italien

Als die österreichischen Armeen 1859 den verbündeten Truppen des Frankreichs Napoleons III. und des die Einheit Italiens propagierenden Königreichs Sardinien-Piemont unterlag, brach auch die Herrschaft der einstmals so beliebten toskanischen Habsburger wie ein Kartenhaus zusammen. Die Abdankung des Großherzogs zugunsten seines Sohnes Ferdinand IV. (1859) vermochte daran nichts mehr zu ändern. Dieser wurde im Sommer 1859 von der provisorischen Regierung abgesetzt, und seine Versuche, dies durch Kontakte zu Napoleon III. möglicherweise doch noch zu ändern, verhinderten den formellen Anschluss der Toskana an Sardinien im Jahre 1860 nicht. Seit 1861 gehörte sie zum vereinigten Königreich Italien, als dessen provisorische Hauptstadt Florenz für einige Jahre – bis zur Einnahme Roms 1870 – fungieren durfte. Im selben Jahre verstarb der gestürzte Großherzog Leopold II. im österreichischen Exil. Sein Sohn, der formell letzte Großherzog Ferdinand IV., der faktisch nie regiert hatte, lebte bis zu seinem Tode 1908 hauptsächlich im österreichischen Salzburg, das bereits seinem Großvater einmal als Exil hatte dienen müssen.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten

Ferdinand IV. Der Tourismus ist für die Bewohner der Toskana eine der Haupteinnahmequellen. Besonders die Hauptstadt Florenz lockt mit ihrem Dom, den Uffizien, dem Ponte Vecchio und den vielen Renaissancepalästen jedes Jahr Hunderttausende von Touristen an. Aber auch Pisa mit dem berühmten Schiefen Turm auf der Piazza dei Miracoli, die Stadt Siena mit dem alljährlichen Pferderennen namens Palio sowie der durch mittelalterliche Architektur geprägte Ort San Gimignano, der zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt und oftmals auch als das „Manhattan Italiens“ bezeichnet wird, sind beliebte Stationen auf einer Kulturreise durch die Toskana. Badefreunde zieht es eher an die Etruskische Riviera und die Küste der Maremma entlang des Festlands sowie auf die Insel Elba, die über den Fährhafen Piombino erreicht werden kann. Die Strände zwischen Carrara und Pisa sind überwiegend in Privathand und die Benutzung kostenpflichtig.

Städte alphabetisch sortiert

Galerie

Bild:Gebiet_Crete.JPG|Straße im Gebiet Crete Bild:Siena-duomo-1.jpg|Der Dom von Siena Bild:Rathausturm San Gimignano.JPG|Der Rathausturm von San Gimignano Bild:Leaning-tower-of-pisa.jpg|Der schiefe Turm von Pisa Bild:Dom front.jpg|Florenz: Der Dom Bild:Volterra.jpg|Volterra Bild:Lago-Trasimeno-1.jpg|Blick von Tuoro über den Lago Trasimeno mit den Isole maggiore und minore Bild:Montalcino 001.jpg|Montalcino: Stadtansicht Bild:Massa Marittima.jpg|Altstadt Massa Marittima, Blick von der Burg auf die Stadt Image:Castiglione della Pescaia, Old Town.jpg|Die Altstadt von Pescaia (Maremma) Bild:Portoferraio.jpg|Portoferraio auf der Insel Elba Bild:Arno in Florenz.jpg|Der Arno in Florenz Bild:Calaviolina.jpg|Cala Violina - Strand an der Maremma-Küste

Weblinks


- [http://www.regione.toscana.it/ Regione Toscana - Sito web ufficiale]
- [http://toskana.renephoenix.de Visit Toscane]]
- [http://www.italien.com/Ferienregion/Toskana Informationsportal über die Toskana] ! ja:トスカーナ州 ko:토스카나 주

1514

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Geheime Bauernbünde (Armer Konrad) erheben sich gegen ihren Unterdrücker Herzog Ulrich von Württemberg
- Baubeginn der Fuggerei
- Sultan Selim I. besiegt den Safawiden-Schah Ismail von Persien in der Schlacht von Tschaldiran (Siehe auch Osmanisches Reich)
- Ulrich von Hutten kehrt nach Deutschland zurück

Kultur


- Albrecht Dürer schafft seinen Kupferstich Melencolia I

Geboren


- 1. Januar: Andreas Vesalius, belgischer Anatom und gilt als Begründer der neuzeitlichen Anatomie sowie des morphologischen Denkens in der Medizin († 1564)
- 6. April: Joachim Mörlin, Theologe, Pfarrer und Reformator († 1571)
- 13. August: Joachim Mynsinger von Frundeck, Jurder Humanistenzeit († 1588)
- Philipp von Mecklenburg, († 1557)

Gestorben


- 9. Januar: Anna von Bretagne, Königin von Frankreich (
- 1477)
- 11. März: Bramante, italienischer Baumeister (
- 1444)
- 28. November: Hartmann Schedel, deutscher Historiker (
- 1440)
- Yotchiengrai, König von Lan Na
- Georg Glockendon, Buchmaler aus Nürnberg
- Alexander von Pfalz-Zweibrücken ko:1514년 simple:1514

Italien

Italien (italienisch Italia) ist ein Staat in Europa am Mittelmeer. Angrenzende Staaten sind Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien, sowie die Enklaven San Marino und die Vatikanstadt (in Rom). Zu Italien gehören die Mittelmeer-Inseln Sizilien, Sardinien und Elba. Italien ist unter anderem bekannt für seine Küche, Mode- und Designerartikel, Bekleidungsindustrie, Architektur, Kunst, Musik und Touristenziele.

Geografie

Die Form des Landes erinnert an die eines Stiefels. Diese Halbinsel wird vom einem Gebirgszug, dem Appenin, in der Längsachse durchzogen. Im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden u. a. die Italienische Riviera in Ligurien, die Etruskische Riviera in der Toskana sowie der Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die Italienische Adriaküste bezeichnet. Siehe auch Riviera. Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien. Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane: der Ätna und der Stromboli (und weitere kleinere um Sizilien herum). Neben der Hauptstadt Rom sind die bedeutendsten Städte Mailand, Neapel, Genua, Turin, Venedig, Bologna, Florenz, Bari, Catania und Palermo. Der höchster Berg Italiens ist der Mont Blanc de Courmayeur 4.748 m.

Bevölkerung

Italien hat eine Einwohnerzahl von 58.462.375 Einwohnern und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 22, innerhalb der Europäischen Union liegt das Land auf dem 4. Rang hinter Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Stadt- und Landbevölkerung

Rund 67% der Einwohner Italiens, vornehmlich im Norden, leben in Städten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Abwanderung aus den unterentwickelten Landregionen in die Städte (Landflucht). Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und Kleinstädte umgekehrt.

Größte Städte

(Einwohner 31. Dezember 2004)

- Rom - 2.553.873
- Mailand - 1.299.439
- Neapel - 995.171
- Turin - 902.255
- Palermo - 675.277
- Genua - 605.084
- Bologna - 374.425
- Florenz - 368.059
- Bari - 328.458
- Catania - 305.773
- Venedig - 271.251
- Verona - 259.068
- Messina - 247.592
- Padua - 210.821
- Triest - 207.069
- Tarent - 201.349 (Stand 2001)
- Brescia - 192.164
- Reggio di Calabria - 183.041
- Prato - 180.674
- Modena - 180.110
- Parma - 174.471
- Cagliari - 161.465

- Perugia - 157.842
- Livorno - 155.986
- Reggio nell'Emilia - 155.191
- Foggia - 154.780
- Ravenna - 146.989
- Salerno - 135.818
- Rimini - 134.700
- Ferrara - 131.907
- Sassari - 124.929
- Siracusa - 123.332
- Pescara - 122.577
- Monza - 122.263
- Bergamo - 116.510
- Vicenza - 113.483
- Latina - 111.946
- Forli - 111.495
- Trient - 110.142
- Terni - 108.999
- Giugliano in Campania - 105.951
- Novara - 102.746
- Ancona - 101.797

Lebenserwartung

Italien ist nach Japan das Land mit der höchsten Lebenserwartung der Welt. Sie beträgt bei Männern 78 Jahre, bei Frauen rund 83. Rund 19 % der Italiener sind älter als 65 Jahre. Die Italiener führen somit in Europa vor den Griechen und den Schweden die Liste der "langlebigsten" Bevölkerung an. Als Grund wird häufig die italienische Küche, also die mediterrane Ernährung,angeführt.

Religiöse Zugehörigkeit

Mit 83,2 % Katholiken und 16,2 % Konfessionslosen ist Italien ein katholisch geprägtes Land. Nur 0,6 % der Einwohner gehören anderen Religionen an, darunter 231.226 Zeugen Jehovas und 35.000 Juden sowie Protestanten und Muslime. Die Katholische Kirche ist traditionell sehr stark in Italien, was sich in einer hohen Zahl an Priestern (25,823) und Kardinälen (38) wiederspiegelt [http://www.nationmaster.com/red/country/it/Religion&b_cite=1].

Sprachen

Neben der Amtssprache Italienisch gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch. Darüber hinaus stehen weitere Minderheitensprachen unter besonderem Schutz (durch die Verfassung und ein präzisierendes Gesetz aus dem Jahr 1999): Albanisch, Katalanisch, Griechisch, Kroatisch, Franko-Provenzalisch, Furlanisch, Okzitanisch und Sardisch. Zum Teil streben die jeweiligen Gemeinschaften einen Ausbau ihrer Sprache zur Amtssprache an.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Italiens Italien, vor allem Mittel- und Süditalien, ist schon seit der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum und war Zentrum des Römischen Reichs. Nach dem Einfall der Goten zersplitterte das Land in viele kleine Staaten und wurde so zu einem „politischen Spielball“ der umliegenden Großmächte. In der Risorgimento-Epoche, Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde Italien unter Vorherrschaft des Königreichs Piemont-Sardinien, vor allem durch die Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi, zum Königreich Italien vereinigt. Da Italien sich zu Beginn des ersten Weltkriegs aus dem Dreibund gelöst hatte und der Entente beigetreten war, konnte das Königreich auf der Seite der Siegermächte das österreichische Südtirol annektieren. Im Oktober 1922 übernahmen Benito Mussolini und seine Fascii genannten Gefolgsleute durch den Marsch auf Rom die Macht in Italien. Schritt für Schritt wandelte Mussolini das Königreich in einen totalitären Staat um und setzte sich, ähnlich wie später Hitler, selbst als "Duce" an die Spitze von Volk und Staat. Noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges überfiel Italien Abessinien, diese völkerrechtswidrige Besetzung war Teil von Mussolinis erklärtem Ziel, das alte (antike) Römische Reich wieder aufleben zu lassen. Durch verschiedene Abkommen band sich Mussolini an das Deutsche Reich und Adolf Hitler. Schließlich trat Italien auf der Seite der Achsenmächte, nach merklichem Zögerns des Duce, in den Zweiten Weltkrieg ein. Mit dem Rückzug der italienischen Truppen vor den anrückenden Alliierten und dem Sturz der faschistischen Regierung in Rom im Herbst 1943, wechselte Italien die Fronten und erklärte nunmehr seinem vormals Verbündeten den Krieg. Der folgende Einmarsch der deutschen Wehrmacht wurde mit dem Widerstand der Resistenza beantwortet. Als sich die deutschen Verbände im Juni 1944 bis zur „Gotenlinie“ im Apennin zurückzogen und italienische Partisanen ihre Überfälle auf deutsche Soldaten verstärkten, kam es zu Massakern an der Zivilbevölkerung und weiteren schweren Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer. Am 28. April 1945 kapitulierten die Wehrmachtsverbände in Italien vor den Westalliierten . Durch den Frontwechsel blieb Italien nach Kriegsende von größeren Gebietsabtretungen verschont. (Umland von Triest an Jugoslawien bzw. Slowenien und Kroatien, Dodekanes an Griechenland, kleinere Grenzberichtigungen zugunsten von Frankreich). Die jüngste Geschichte Italiens zeichnet sich durch häufige Regierungswechsel und hohe Inflation aus. Italien ist Gründungsmitglied der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (Vorläufer der EU) und hat 2001 seine Währung „Lira” durch den Euro abgelöst.

Politik

Hauptartikel: Italienische Politik Italien ist seit 1946 eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident, das Parlament besteht aus zwei Kammern (Abgeordnetenkammer und Senat), die alle fünf Jahre gewählt werden und absolut gleichberechtigt sind. Regierungschef ist der Ministerpräsident, seit 2001 Silvio Berlusconi. Zudem ist Italien Mitglied in mehreren überstaatlichen Organisationen. Mit dem 4. April 1949 erfolgte der Eintritt in die NATO. Seit dem 14. Dezember 1955 gehört Italien den Vereinten Nationen an. Zudem ist das Land als Gründungsmitglied der Europäischen Union am 1. Januar 1958 ein bedeutender Ansprechpartner in Europa. Siehe auch: Liste der italienischen Premierminister

Schulwesen und Bildung

Hauptartikel: Schulsystem in Italien Das Schulwesen Italiens ist - vor allem im Pflichtschulbereich - durch große Einheitlichkeit gekennzeichnet. Die wesentlichen Bestimmungen für Unterricht und Erziehung sind in Mailand nicht anders als in Palermo. Unterschiede gibt es lediglich im Bereich der beruflichen Bildung, die zum Kompetenzbereich der einzelnen Regionen gehört. Das Schulsystem gliedert sich in folgende drei Bereiche: Kindergarten (scuola dell' infanzia, 3-6), Pflichtschule (scuola elementare, 6-11; scuola media 11-14) , Oberstufe (Liceo: classico, scientifico, linguistico, artistico, economico, tecnologico, musicale, delle scienze umane; 14-19). Die früheren Fachoberschulen (istituti tecnici), die auch schon früher zur allgemeinen Hochschulreife führten, werden in Gymnasien umgewandelt. Italien hat in der Fremdsprachenausbildung in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht: Englisch wird bereits in der Grundschule unterrichtet, eine zweite lebende Fremdsprache kommt in der Sekundarstufe I dazu. Die 5-jährigen Gymnasien sehen daneben i.d.R. Lateinunterricht vor, beim altsprachlichen Liceo Classico kommt noch Griechisch dazu. Die Schulpflicht ist 2004 von 9 Jahren (6-15) auf 12 Jahre (6-18) verlängert worden. Wer bereits nach der 12. Klasse das Gymnasium ohne Abitur (Diploma di Maturitá, 13. Klasse) verlässt, erhält automatisch eine Zugangsberechtigung zu einer Art Fachhochschule. Wer mit 14 nicht auf das Gymnasium gehen will, muss eine Ausbildung an einer regionalen Berufsfachschule machen (die u.U. mit einer Staatsprüfung und dem beruflichen Abitur abgeschlossen werden kann). Nach dem ersten Ausbildungsjahr kann alternativ eine betriebliche Ausbildung durchgeführt werden. Wer vor Vollendung des 18. Lebensjahres einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erreicht, wird von der zwölfjährigen Schul- und Ausbildungspflicht freigestellt.

Gesundheit und Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem in Italien ist wie in GB als nationaler Gesundheitsdienst stukturiert. Die Hausärzte erhalten eine Kopfpauschale für die Patienten, die in einer Liste registriert wurden. Negativ wird die lange Wartezeit auf stationäre Behandlung gesehen. Trotzdem hat die WHO in einem Ranking der Gesundheitssysteme Italien nach Frankreich auf den 2. Platz gestellt. Die statistisch etwas längere Lebenserwartung wird mit einer sog. mediterranen Kost erklärt. Diese enthält z.B. viel Fisch und Olivenöl. Leider ist auch in Italien Übergewichtigkeit auf dem Vormarsch.

Politische Gliederung

WHO Italien ist politisch in 20 Regionen (regioni) mit jeweils eigener Regierung gegliedert, die allerdings weniger Kompetenzen haben als etwa die deutschen Bundesländer oder gar die Schweizer Kantone. Diese Regionen sind in insgesamt 108 Provinzen (province) und diese in Gemeinden unterteilt. Fünf Regionen haben einen Sonderstatus (statuto speciale), das ihnen eine größere Autonomie gewährt; diese sind in der folgenden Liste mit einem Stern markiert.
- Abruzzen (Abruzzo)
- Aostatal (Valle d'Aosta)
-
- Apulien (Puglia)
- Basilikata (Basilicata)
- Emilia-Romagna
- Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia)
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- Kalabrien (Calabria)
- Kampanien (Campania)
- Latium (Lazio)
- Ligurien (Liguria)
- Lombardei (Lombardia)
- Marken (Marche)
- Molise
- Piemont (Piemonte)
- Sardinien (Sardegna)
-
- Sizilien (Sicilia)
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- Toskana (Toscana)
- Venetien (Veneto)
- Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige)
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- Umbrien (Umbria) Siehe: Liste der italienischen Regionen, Liste der italienischen Provinzen

Wirtschaft

Italien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die italienische Wirtschaft ist die sechstgrößte der Welt (2003) und ist bezüglich ihres BIP mit der Frankreichs und Großbritanniens vergleichber. Italien besitzt, bis auf einige Erdgasvorkommen in der Poebene und in der Adria kaum natürliche Ressourcen wie Eisen, Kohle oder Öl. Die Stärke der italienischen Wirtschaft liegt im verarbeitenden Gewerbe, vor allen in kleinen und mittelständischen familiengeführten Unternehmen. Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinenbau, Autos, Chemie, Pharmaprodukte, elektronische Produkte, Mode und Kleidung. Seit 2002 ist der Euro in Italien gesetzliches Zahlungsmittel. Dieser löste die italienische Lira ab. Italien ist mit ca. 52 Millionen Hektolitern der zweitgrößte Weinproduzent der Welt (nach Frankreich, Stand: 2000). Siehe hierzu Weinbau in Italien Zu den wichtigsten italienischen Exportgütern zählen Maschinenbauerzeugnisse, Textilien/Bekleidung, Kraftfahrzeuge und Erzeugnisse der chemischen Industrie Italien hatte bis 1990 einige Atomkraftwerke. Ausgelöst durch die Tschernobyl-Katastrophe führte Italien ab 1987 einen schrittweisen Atomausstieg durch. 1990 wurde das letzte italienische Atomkraftwerk abgeschaltet. Heute importiert Italien seinen Strom überwiegend aus Frankreich und der Schweiz.

Nord-Süd-Gefälle

Charakteristisch für Italien ist die Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden mit seinen großen Wirtschaftzentren und Metropolen Mailand, Turin und Genua verfügt über einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und ist somit wirtschaftlich mit den nördlichen Nachbarländern vergleichbar. Der Süden des Landes, auch Mezzogiorno genannt, ist eine der strukturschwächsten Regionen der EU-15 und ist noch immer stark landwirtschaftlich geprägt. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenraten, die für die Jugend Extreme annimmt, eine erhöhte Kriminalitätsrate und nicht zuletzt das organisierte Verbrechen, das besonders in Kalabrien und auf Sizilien die Macht über viele Wirtschaftszweige ausübt.

Kultur

Italien hat in Europa schon sehr früh eine entscheidende Rolle in Kunst und Kultur gespielt. Die römische Antike war in der Zeit des Römischen Reiches Vorbild aller Bauwerke Europas. Auch im Mittelalter und in der Zeit der Renaissance war Italien das Ausgangsland der europäischen Kunst, Kultur und Forschung. Auf dem Gebiet der Malerei, Bildhauerei und Architektur brachte Italien eine Fülle bedeutender Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Botticelli, Raphael, Fra Angelico und Michelangelo hervor. Italien ist weltbekannt für seine Kunst und Kultur, für seine Gebäude wie das Kolosseum und der schiefe Turm von Pisa, genauso wie für sein Essen (Pizza, Pasta, etc.), Wein, Lebensart, Eleganz, Design, Film, Theater, Literatur, Poesie, Malerei, Musik (insbesondere die Oper) und allgemein gesprochen, für guten Geschmack.

Bedeutende Personen Italiens

Hauptartikel: Liste berühmter Italiener

Feiertage

Medien

Italien verfügt über ein sehr großes Netz an Massenmedien. Neben der traditionellen Zeitung und dem Fernsehen setzt sich immer stärker das Internet durch. Das Mobiltelefon hat einen sehr großen Erfolg in Italien erlebt, der immer noch anhält. Dabei haben Prepaid-Karten die Überhand, da die Tarife im Vergleich mit anderen Staaten der EU, vor allem aber mit Postpaid-Tarifen billig sind. Die Organisation Freedom House stufte die italienischen Medien 2004 von "frei" auf "teilweise frei" herab. Dies lässt sich mit dem zunehmenden und großen Einfluss Silvio Berlusconis auf das italienische Fernsehen und Teile der italienischen Presse zurückführen.

Presse

Die italienische Tagespresse hat ein Angebot aus überregionalen Zeitungen und vielen regional sehr bedeutsamen Blättern. Sie unterscheiden sich weniger in ihrem Inhalt als viel mehr in ihrer Verbreitung und Prestige. Neben den großen Tageszeitungen La Repubblica aus Rom, Il Corriere della Sera aus Mailand und La Stampa aus Turin existieren viele bedeutsame Lokalzeitungen, z. B. La Nazione aus Florenz oder Il Mattino aus Neapel. Sowohl die Zeitungen regionalen als auch überregionalen Charakters haben inhaltlich Nachrichten aus In- und Ausland, regionale und lokale Geschehnisse werden ebenfalls in den großen Tageszeitungen erwähnt. Die meisten Tageszeitungen nennen sich zwar quotidiano indipendente, also "täglich unabhängig" sind jedoch mehr oder weniger von politischen und kommerziellen Interessen beeinflusst. Die Bezeichnung stammt daher, weil sie sich von den reinen Parteizeitungen wie der kommunistischen L'Unita oder der christlich-demokratischen Il Popolo unterscheiden, welche ihre Parteizugehörigkeit nicht leugnen. Die meisten Tageszeitungen sind in einer relativ anspruchsvollen Aufmachung und Gestaltung, es wird sehr bewusst nach einem qualitativen und intellektuellen Schreibstil gestrebt. Dennoch wird im europäischen Vergleich in Italien wenig Zeitung gelesen, Italien rangiert dabei relativ weit unten. Die Bandbreite der italienischen Wochenzeitschriften ist vergleichbar mit der des deutschsprachigen Raumes. Dabei kann man auch die Unterscheidung zwischen Klatschpresse und anspruchsvollen Magazinen erkennen. Doch auch populäre Wochenzeitschriften, z. B. Oggi, Gente oder La Domenica del Corriere, bemühen sich um sehr hohe Qualität. Einige Tageszeitungen geben ebenfalls Sonntagsausgaben heraus.

Rundfunk und Fernsehen

Die drei nationalen Radioprogramme sowie die Fernsehsender RAI Uno, RAI Due sowie RAI Tre sind unter der staatlich kontrollierten Organisation RAI-TV zusammengefasst. Daneben existieren eine große Menge verschiedener Privatsender, die ihre Stationen in fast jeder größeren Stadt haben. Diese finanzieren sich durch einen sehr hohen Anteil an Werbung, das Programm besteht zu großen Teilen aus Musik und Shows. Dennoch ist die Qualität der Privatanstalten sehr differenziert. Einige wenige etablierte Sender schlossen sich zu einem großen Sendernetz zusammen, andere hingegen beschränken sich auf die Ausstrahlung von Filmen, deren Qualität teilweise fraglich ist. Insgesamt existieren in Italien rund 1.700 Fernsehanstalten, die rund 30 Millionen Zuschauer erreichen. Unbestritten ist dabei der große Einfluss des amtierenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf die Medien. Seit seiner Präsidentschaft nimmt er auch zunehmend Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen Medien, etwa auf die Organisation RAI. Weiterhin sind drei italienweit terrestrisch empfangbare Sender im Privatbesitz Berlusconis. Unter dem Namen Mediaset sind die Privatsender Canale 5, Italia 1 und Rete 4 zusammengefasst. Berlusconi hat diese Sender in den Jahren 1980-1984 aufgekauft und sie erreichen täglich ein Millionenpublikum und strahlen populäre Sendeformate wie Reality Shows und Sportübertragungen aus. In die Kritik gerieten die Sender vor allem durch die einseitige innenpolitische Berichtserstattung während der letzten Präsidentschaftswahlen in Italien.

Sport

Die beliebteste italienische Sportart ist der Fußball (
Calcio). Der italienische Fußball verfügt über sehr bekannte Fußballvereine, die bei internationalen Turnieren viele Erfolge errangen. Diese Vereine sind Juventus Turin, Inter Mailand, AC Mailand, Lazio Rom, AS Roma, AC Parma. Vor allem in den nördlichen Landesteilen, im Aostatal, im Veltlin und in Südtirol hat der Skisport große Beliebtheit erlangt. Viele Touristen verbringen ihren Urlaub in der Nähe einer dieser italienischen Skigebiete. Zwei der heutzutage bekanntesten Skifahrer bei den Herren ist Giorgio Rocca und bei den Damen Isolde Kostner. Der im Ausland vermutlich berühmteste italienische Skifahrer ist Alberto Tomba. Italien gilt als ein Radsportland. Der Giro d'Italia gilt nach der Tour de France als zweitbedeutendstes Radrennen der Welt. Wichtige Eintagesrennen, die zu den Klassikern gerechnet werden, sind Mailand-San Remo und die Lombardei-Rundfahrt. Zu den wichtigsten Radsportlern gehören unter anderem der verstorbene Marco Pantani und Mario Cipollini bzw in der Radsportgeschichte Fausto Coppi und Gino Bartali. Daneben gehören Basketball und Volleyball in Italien zu den beliebtesten Sportarten.

Weblinks

20px Wiki-Portal Italien
- [http://www.infoitalien.de/ Seite der ENIT, des Staatlichen Italienischen Fremdenverkehrsamts]
- [http://www.italien-inseln.de/italia/index.html Italien - Inseln & Regionen]
Kategorie:Staat Kategorie:Land in der EU Kategorie:Mittelmeer als:Italien fiu-vro:Itaalia ja:イタリア ko:이탈리아 ms:Itali simple:Italy th:ประเทศอิตาลี zh-min-nan:Italia


Franziskaner

Die Franziskaner sind ein im 13. Jahrhundert von Franz von Assisi (Franziskus) gegründeter Bettelorden. Die Franziskaner (OFM), lat. ordo fratrum minorum, dt. Orden der Minderen Brüder, bilden – neben den Kapuzinern OFMCap und den Minoriten OFMConv – einen der drei Zweige des ersten Ordens des Heiligen Franz von Assisi.

Anliegen und Merkmale

Die Franziskaner sind ein sogenannter Bettelorden. Sie leben in Armut und verdienen ihren Lebensunterhalt durch Arbeiten von handwerklicher, sozialer, pastoraler und pädagogischer Art. Franz von Assisi schreibt auch in seinem Testament an seine Brüder: "Ich arbeitete mit meinen Händen und will arbeiten; und es ist mein fester Wille, dass alle anderen Brüder eine Handarbeit verrichten, die ehrbar ist. Die es nicht können, sollen es lernen ...". Zur Not sollen Franziskaner auch vom Betteln leben. Sie kümmerten sich stärker um die Seelsorge als andere, kontemplative Orden. Gottes Wort vom Frieden und der Erlösung sollen sie vor allem durch ihr Beispiel, aber auch durch Predigt verkünden. Ihre Kirchen beherbergen kaum Kunstschätze, und das Leben der Franziskanerbrüder ist - jedenfalls im Idealfall - sehr bescheiden. Eng mit der Abkehr von irdischem Reichtum hängt der Selbstanspruch zusammen, ein bewusstes Leben mit der Natur bzw. - in den Augen des Christentums – mit der Schöpfung zu führen. Durch die Betonung dieses Aspektes erlangen die Franziskaner seit Beginn der ökologischen Bewegung in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts ein verstärktes Ansehen.

Gründung und frühe Ausbreitung

Der Franziskanerorden wurde 1210 gegründet. Der Heilige Franziskus wollte eigentlich keinen Orden gründen. Als charismatische Persönlichkeit fand er aber begeisterte Anhänger, die ein Leben nach seinem Vorbild wählten. Mit der Zeit stellte sich aber heraus, dass wie bei allen Orden eine zu große Freiheit zu Verweltlichung und Auflösung führte. Deshalb wurden die Brüder nach und nach immer fester organisiert und die Ordensregeln stärker an den „klassischen“ benediktinischen Regeln orientiert. 1217 teilte man den Orden in Provinzen ein. Von dort an trafen sich die Brüder jährlich zu so genannten Kapiteln, um miteinander zu diskutieren und Beschlüsse zu fassen. Beim Kapitel 1219 wurde beschlossen, auch heidnische Länder zu besuchen und die Heiden zu missionieren. Mit dieser Mission zog Franziskus selbst in die „Provinz vom Heiligen Land“, die damals den gesamten südöstlichen Mittelmeerraum umspannte. Es war die Zeit der Kreuzzüge, und ein Kreuzfahrerheer war 1217 nach Ägypten aufgebrochen, um die Hafenstadt Damiette zu erobern (siehe (Fünfter) Kreuzzug). Franziskus schiffte sich daher zunächst nach Ägypten ein. Mit einigen Gefährten brach er unbewaffnet aus dem Lager der Kreuzfahrer auf, um zu Fuß nach Israel zu pilgern und dabei den „Ungläubigen“ zu predigen. Arabische Soldaten nahmen ihn gefangen. Als er Sultan al-Kamil vorgeführt wurde, predigte er diesem unerschrocken sein Evangelium von der Armut und dem Frieden. Der beeindruckte Sultan ließ Franziskus unversehrt gehen. Franziskus setzte seine Pilgerreise fort und hielt sich mehrere Monate in Jerusalem auf. Er hatte wenig Erfolg, die „Ungläubigen“ zu bekehren, begegnete aber christlichen Rittern, deren grausames Verhalten und deren Plünderungen ihm den Aufenthalt verleideten. Er predigte vergeblich den gewaltlosen Weg der Liebe. 1220 eilte er aufgrund von Nachrichten über Streit und Schwierigkeiten im Orden zurück und bestimmte Pietro Cattanei als Nachfolger in der Ordensleitung. 1221 starb Pietro Cattanei. Br. Elias wurde Generalvikar. 1223 verfasste Franziskus in Fonte Colombo eine zweite Fassung der Ordensregel. Sie wurde im Juni auf dem Generalkapitel behandelt und am 29. November von Papst Honorius III bestätigt (darum Bullierte Regel). Ein knappes Jahr später zog sich Franziskus auf den Berg La Verna zurück, um das Michaels-Fasten zu halten. Am 14. oder 15. September empfing er der Überlieferung nach die Wundmale Christi (Stigmata). Nach seiner Rückkehr nach Portiuncala unternahm Franziskus auf einem Esel eine Predigtreise durch Umbrien und die Marken. In den kommenden Jahren verschlimmerte sich sein Augenleiden bis fast zur völligen Erblindung; andere Krankheiten schwächten ihn zusätzlich. 1226 starb Franziskus; er wurde schon zwei Jahre später von Papst Gregor IX. heilig gesprochen.

Armutsstreit

Nach dem Tod von Franziskus wurde in seiner Heimatstadt über seinem Grab ein Kloster mit Basilika errichtet. Einige der Anhänger störte die Pracht des Baus, da dies sich nicht mit den Armutsidealen des Ordens vereinbaren ließ. Zur Beendigung des daraufhin entbrennenden Streites verfügte Papst Gregor IX., dass eine gewählte Ordensverwaltung Gelder besitzen dürfe und der Bau von Klöstern den Absichten des Ordensgründers nicht widerspräche. Dies führte zur Spaltung des Franziskanerordens. Im Jahr 1517 wurde diese von Papst Leo X. anerkannt. Er teilte den Orden in die Konventualen (Minoriten), denen ein gemeinschaftlicher Besitz erlaubt wurde, und die Observanten (Franziskaner), die eine möglichst enge Befolgung der Regel des Franziskus anstrebten. Sie bilden bis heute die größere Gruppe; von ihnen spalteten sich wenig später die Kapuziner ab, um sich als unabhängiger Orden zu organisieren.

Observanzbewegung, 14./15. Jahrhundert

Die heutigen Franziskaner gingen aus der Observanzbewegung innerhalb des ursprünglichen Minderbrüderordens hervor. Erste Gruppen entstanden etwa um die Mitte des 14. Jahrhunderts in Italien, bald aber auch in Spanien und Frankreich. Kennzeichnend für diese Bewegung, die zu dieser Zeit auch in anderen Orden auftrat, war die Rückkehr zu einer strengeren Beachtung (lat. Observanz) der ursprünglichen Ordensregel. Dazu gehörten eine strenge Befolgung des Armutsideals, eine Abwendung von den Städten und die Niederlassung in Einsiedeleien. Diese Gruppen, zu denen im 15. Jahrhundert beispielsweise Bernhardin von Siena, Johannes von Capestrano, Albert von Sarteano und Jakobus von der Mark gehörten, erhielten regen Zulauf und wurden, auch bedingt durch die Schwächung des ursprünglichen Stammordens, den sog. Konventualen, durch verschiedene äußere Einflüsse (Hundertjähriger Krieg, die Pest in den Städten, das Abendländische Schisma), schnell zu einer Mehrheit im Minderbrüderorden.

Unterteilungen der Orden

Die Orden und Kongregationen, die sich auf den hl. Franziskus berufen, teilen sich in drei Gruppen auf: Der Erste Orden, der auf die von Franziskus gegründeten Minderbrüder-Orden zurückgeht, umfasst die Franziskaner (OFM), die Kapuziner (OFMCap) und die Minoriten (Konventualen, OFMConv). Der Zweite Orden besteht aus den verschiedenen Zweigen der Klarissen, deren Regel auf die hl. Klara von Assisi, eine enge Vertraute des hl. Franziskus, zurückgeht. Zum 1221 begründeten Dritten Orden gehören Laiengruppen, die sich in Deutschland als Franziskanische Gemeinschaft (FG) organisiert haben. Aus dem Dritten Orden haben sich eine Vielzahl neuer Gemeinschaften entwickelt, besonders im 19. Jh., die als Franziskusbrüder und Franziskanerinnen den Regulierten Dritten Orden bilden. Heute betrachten sich alle diese Gemeinschaften als Äste der Franziskanischen Familie; im deutschsprachigen Raum haben sie sich in der INFAG, der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft, organisiert. Auch im außerkatholischen Raum gibt es franziskanische Gemeinschaften, so z. B. die Ökumenische Franziskanische Bruderschaft (OFB) im brandenburgischen Zehdenick, anglikanische Franziskaner und evangelische Tertiaren.

Kirchenbauten


- Sophienkirche (Dresden)
- Franziskanerkirche (Salzburg)
- St. Katharinen (Lübeck)
- Kloster Pupping

Weblinks


- http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?Orden/Franziskaner.htm
- http://www.franziskaner.de/
- http://www.franziskaner-werd.ch/
- http://www.franziskaner.at/
- http://www.franziskushof.de/
- http://minoriten.orden.de/
- http://www.kapuziner.org/
- http://www.infag-zentrum.de/
- http://www.ofm.org/
- Franziskanisches Begegnungszentrum Bautzen, Link: http://www.klarabaum-bautzen.de.vu Siehe auch: Ordensgemeinschaft, Kloster, Liste von Franziskanern Kategorie:Katholizismus ! ja:フランシスコ会

1477

Ereignisse


- Gründung des Franziskanerklosters Pupping

Politik und Weltgeschehen


- Karl der Kühne von Burgund fällt in der Schlacht gegen Herzog Réné von Lothringen und die Schweizer bei Nancy. Die burgundischen Lande fallen an Frankreich und Habsburg
- Maximilian I. heiratet Maria von Burgund
- Die Fürstentümer Nowgorod und Twer werden durch Iwan III. unterworfen
- Die Universität Tübingen wird durch Eberhard V. gegründet, ebenso die Universität Uppsala durch Sten Sture
- Matthias Corvinus, König von Ungarn, erobert die Steiermark

Geboren


- 14. Januar: Hermann V. von Wied, Kölner Erzbischof († 1552)
- 25. Januar: Anne de Bretagne, Königin von Frankreich († 1514)
- 4. Juli: Johannes Aventinus, deutscher Chronist († 1534)
- 21. Juli: Christoph (Baden), Markgraf von Baden († 1508)
- 23. Juli: Francesco Granacci, italienischer Maler († 1543)
- Katharina von Mecklenburg, Herzogin von Sachsen

Gestorben


- Francesco del Cossa, italienischer Maler aus Ferrara (
- um 1435)
- 5. Januar: Karl der Kühne, Herzog von Burgund (
- 1433) ko:1477년

Perugia

Perugia ist die Hauptstadt der Region Umbrien in Italien und hat etwa 158.000 Einwohner. Perugia wurde ursprünglich von den Etruskern auf einem markanten Hügel (493 m) über der Ebene gegründet, sein antiker Name ist Perusia. Sie gehörte zu den zwölf mächtigsten etruskischen Städten und zum Zwölfstädtebund. Neben den eher uninteressanten Neubaugebieten in der Ebene, bietet die auf dem Berg liegende Altstadt viele enge Gassen mit Flair und zahlreiche interessante Kulturdenkmäler, darunter den Arco Etrusco, ein Bogenbauwerk aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., die mittelalterliche Fontana Maggiore, die den Peruginern als der schönste Brunnen der Welt gilt und den Palazzo dei Priori mit seiner außergewöhnlichen Außentreppe, in dessen Räumen die Nationalgalerie Umbriens untergebracht ist. Weiterhin sind der Tempio di San Michele Arcangelo zu nennen, eine Rundkirche aus dem 5.-6. Jahrhundert, und der unterirdische Stadtteil unter der Rocca Paolina, der nach der Unterwerfung Perugias durch den Papst Paul III. 1540 unter der Rocca verschüttet wurde. Berühmtester Sohn der Stadt ist der Maler Pietro Vannucci, genannt Perugino, im Collegio del Cambio sind Fresken von ihm zu sehen. Im Zentrum der Altstadt liegt der Corso Vannucci mit seinen Geschäften und Cafés. In Perugia befinden sich zwei Universitäten, darunter die Università per Stranieri, an der ausländische Studenten aus aller Welt zum Studium der italienischen Sprache und Landeskultur zusammenkommen. Die Vorlesungsräume sind im Palazzo Gallenga untergebracht, dem einzigen Barockgebäude der Stadt. Perugia ist Partnerstadt von Tübingen und Potsdam. In ganz Italien - und darüber hinaus - kennt man die Baci di Perugia (Küsse von Perugia), Pralinen mit einer Füllung aus Nougat und ganzen Haselnüssen; das Herstellerunternehmen Perugina hat seinen Sitz in Perugia, gehört aber seit Jahren zum Nestlé-Konzern.

Söhne und Töchter der Stadt


- Baldus de Ubaldis, italienischer Rechtsgelehrter
- Braccio da Montone, italienischer Condottiere
- Pinturicchio, italienischer Maler der Frührenaissance
- Cesare Ripa, italienischer Schriftsteller

Weblinks


- [http://perugiaonline.com/ Perugia OnLine (ita-eng-deu-fra-spa)]
- [http://www.umbriatravel.com/perugiade.asp Perugia und Umbrien]
- [http://www.unistrapg.it Università per Stranieri / Ausländeruniversität (ital./engl./frz.)]
- [http://portal.comune.perugia.it/ Offizielle Homepage der Stadt Perugia (ital.)]
- [http://www.urlaub-umbrien.de/Ausflugsziele/Perugia/index.html Reiseführer Perugia und Umbrien] Kategorie:Ort in Umbrien Kategorie:Hauptstadt in Italien ja:ペルージャ

Neapel

Neapel (v. griech.: nea polis = neue Stadt; ital. Napoli) ist nach Rom und Mailand die drittgrößte Stadt Italiens und die größte Stadt in Süditalien. Sie ist die Hauptstadt der Region Kampanien. Die Stadt selbst hat etwa 1 Million Einwohner (die Dunkelziffer der nicht registrierten Personen ist sehr hoch), zusammen mit den Vororten weist sie als Agglomeration etwa 4,4 Millionen Einwohner auf. Sie liegt auf halbem Weg zwischen dem Vesuv und einer anderen vulkanischen Gegend, den Campi Flegrei (Phlegräische Felder) am Golf von Neapel. Die Stadt hat einen internationalen Flughafen (Capodichino) und einen großen Seehafen. internationalen Flughafen]]

Geschichte

internationalen Flughafen internationalen Flughafen]Die Stadt wurde vermutlich durch Einwohner der griechischen Kolonie Cumae etwa im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet, einige Kilometer von der antiken Stadt Partenope entfernt. Aus diesem Grund wurde sie Neapolis (griech. neue Stadt) genannt. In den Gebäuden, Museen und auch in der Sprache sind bis heute Spuren von allen Perioden der Geschichte zu finden. Neapel hat zahlreiche Katakomben vorzuweisen: Die berühmteste ist die des dort San Gennaro genannten heiligen Januarius, dessen Wunder des sich verflüssigenden getrockneten Blutes auch heute noch die Welt beschäftigt. Die Reliquie wird im Dom von Neapel, San Lorenzo Maggiore, aufbewahrt. Dem Blutwunder kann man am ersten Maiwochenende und am 19. September beiwohnen. In der Festung Castel dell'Ovo wurde Romulus Augustulus, der letzte Kaiser des Römischen Reiches eingekerkert, nachdem er 476 abgesetzt worden war. Im 6. Jahrhundert wurde Neapel von den Byzantinern besetzt im Rahmen des Versuchs von Justinian, das Römische Reich wieder zu errichten. Im Jahr 1039 fiel Neapel in die Hand der Normannen und wurde Bestandteil des Königreichs von Sizilien. 1224 gründete Friedrich II. von Hohenstaufen die Universität von Neapel. 1266 wurde Neapel und das Königreich Sizilien vom Papst an Karl I. von Anjou übergeben, der die Hauptstadt von Palermo nach Neapel verlegte. 1284 wurde das Königreich in zwei Teile aufgetrennt, die beide den Anspruch erhoben, Königreich von Sizilien genannt zu werden. Die zwei Teile blieben getrennt bis zum Jahr 1816, wo sie zum "Königreich beider Sizilien" vereinigt wurden. Im 17. Jahrhundert war Neapel mit rund 300.000 Bewohnern die nach Paris zweitgrößte Stadt Europas. Im Oktober 1860 wurde mit einem Plebiszit das Ende des Königreichs Sizilien proklamiert und die Gründung des Staates Italien beschlossen. Siehe auch: Liste der Herrscher von Neapel

Musik

Aus Neapel stammt die weitverbreitete Neapolitanische Volksmusik.

Besonderheiten

Neapolitanische Volksmusik
- Neapel gilt als der Ursprungsort der Pizza. Die älteste Pizzeria existiert seit 1830 und heißt Antica Pizzeria Port'Alba.
- Seit Jahrhunderten ist die Stadt berühmt für die kostbaren Neapolitanischen Weihnachtskrippen, für deren traditionelle Herstellung es immer noch eine eigene Gasse mit Werkstätten in der Altstadt gibt (San Gregorio Armeno).
- Wie an vielen Orten Süditaliens existiert auch in Neapel eine Mafia-artige Organisation namens Camorra, die für Schwarzhandel und Straßenkriminalität verantwortlich gemacht wird. Verschiedene Familien sind in diesem Zusammenhang in letzter Zeit verstärkt in Bandenkriege mit vielen Todesopfern verstrickt.
- In Neapel wird ein spezifischer neapolitanischer Dialekt gesprochen.
- Zu den berühmtesten Neapolitanern zählen Giambattista Vico, Carlo Gesualdo und Enrico Caruso.
- Beim bekanntesten Fußball-Klub Neapels, dem SSC Napoli, spielte Diego Armando Maradona.
- Auffallend ist, dass Neapel keine eindeutige Stadtmitte besitzt, sondern nur kleine Zentren (Der Bahnhof, Dante Platz, das Nationalmuseum).

Söhne und Töchter der Stadt


- Martino Altomonte, Begründer der selbständigen Barockmalerei im österreichischen Raum
- Pietro Bardellino, italienischer Maler
- Giovanni Battista Basile, gilt gemeinhin als Europas erster großer Märchenerzähler
- Georg Basta, habsburger General
- Giambattista Vico, italienischer Geschichts- und Rechtsphilosoph
- Gian Lorenzo Bernini, italienischer Bildhauer und Architekt
- Bonifatius IX. (Papst), Papst
- Bonifatius V. (Papst), Papst vom 23. Dezember 619 bis zum 25. Oktober 625
- Giovanni Alfonso Borelli, italienischer Physiker und Astronom
- Fabio Cannavaro, italienischer Fußballspieler
- Michele Carafa, italienischer Komponist von Opern
- Vincenzo Carafa, italienischer Ordensgeneral
- Ferdinando Carulli, italienischer Komponist und Salon-Gitarrist
- Enrico Caruso, italienischer Opernsänger
- Scipione Cerreto, Komponist und Musiker
- Totò (Antonio De Curtis), italienischer Schauspieler
- Farinelli, italienischer Sänger (Kastrat) des 18. Jahrhunderts
- Ferdinand IV. (Neapel), König von Neapel, König beider Sizilien
- Maria Teresa de Filippis, italienische Rennfahrerin
- Franz I. (Sizilien), König von Sizilien und Neapel
- Franz II. (Sizilien), König von Sizilien und Neapel
- Carlo Gesualdo, italienischer Fürst und Komponist
- Gennaro Granito Pignatelli di Belmonte, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Nicolo Grimaldi, napolitanischer Sänger (Sopran)
- Innozenz XII., Papst von 1691 bis 1700
- Johanna II. (Neapel), Königin von Neapel und Titularkönigin von Jerusalem
- Johannes XXIII. (Gegenpapst), Gegenpapst
- Luigi Lablache, italienischer Opernsänger (Bassist)
- Leonardo Leo, italienischer Komponist
- Ruggiero Leoncavallo, italienischer Komponist
- Francesco Mancini, Kapellmeister und Komponist
- Riccardo Muti, italienischer Meisterdirigent
- Carlo Pisacane, Guerrilakämpfer und Politiker
- Nicola Antonio Porpora, italienischer Komponist und Gesangslehrer
- Giambattista della Porta, neapolitanischer Arzt, Universalgelehrter und Dramatiker
- Carlo Rossi, Italien|italienisch-russischer Architekt
- Jacopo Sannazaro, italienischer Dichter
- Domenico Scarlatti, italienischer Komponist des Barock
- Roberto de Simone, italienischer Komponist, Theatermann, Autor, Opernregisseur, Musikwissenschaftler, Mythologe und Ethnologe
- Charles Piazzi Smyth, schottischer Astronom und Esoteriker
- Bud Spencer, italienischer Schauspieler
- Publius Papinius Statius, lateinischer Dichter
- Roberto Tucci, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Urban VI. (Papst), von 1378 bis 1389 Papst
- Luigi Vanvitelli, italienischer Architekt
- Viktor Emanuel III., König von Italien und Kaiser von Äthiopien
- Massimo Troisi, italienischer Schauspieler
- Pino Daniele, Pop und Jazz/Blues Sänger

Literatur


- Dieter Richter: Neapel - Biographie einer Stadt, Berlin: Verlag Klaus Wagenbach, 2005 ISBN 380312509x
- Wagner, Horst-Günter: Großraum Neapel-Salerno. S. 150-153 in: Wagner, Horst-Günter: Mittelmeerraum, Darmstadt 2001, ISBN 3-534-12339-5.

Weblinks


- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/us/napoli/naples.htm Naples, Italy] Virtual reality movies and photo gallery
- [http://www.portanapoli.com/Neapel/neapel.html Tor zu Neapel]
- [http://www.thomasgransow.de/Neapel/Neapel_Inhalt.html thomasgransow.de]
- [http://astrid-kaiser.de/gallery/album56 Webfotos von Neapel] Kategorie:Hauptstadt in Italien Kategorie:Ionische Stadtgründung Kategorie:Weltkulturerbe Kategorie:Ort mit Seehafen ! ja:ナポリ ko:나폴리 simple:Naples

Florenz

Florenz (italienisch Firenze) ist eine mittelitalienische Stadt am Fluss Arno mit 382.000 Einwohnern. Sie ist Hauptstadt der Toskana und der Provinz Florenz. Wegen seiner kulturellen Bedeutung – insbesondere für die Kunst – wird Florenz als das "italienische Athen" bezeichnet. Kunst

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte von Florenz Auf den Hügeln am Fluss Arno hatte sich bereits im achten Jahrhundert v. Chr. das antike Volk der Etrusker angesiedelt. Die Römer gaben der Neugründung einer kleinen Siedlung im ersten Jahrhundert v. Chr. den Namen Florentia (die Blumige). Schnell entstand eine richtige Stadt mit einem Forum, Thermalbädern und einem Amphitheater. Mit dem Untergang des Römischen Reichs wurde die Stadt während der Völkerwanderungen fast vollständig zerstört. Erst mit Aufkommen des Feudalismus expandierte die Stadt im 12. Jahrhundert und wurde autonom. Die Bürger gewannen an Macht, und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen den kaisertreuen Ghibellinen und den später siegreichen Anhängern des Papstes, den Guelfen. Guelfen Im 14. und 15. Jahrhundert (Neuzeit) blühte die Stadt auf und setzte die Maßstäbe in der europäischen Kunst und Kultur. Viele Künstler und Gelehrte siedelten sich an (z.B. Donatello, Botticelli; später Michelangelo, Machiavelli, Leonardo da Vinci, Galileo Galilei). Es entwickelte sich die kulturgeschichtliche Epoche der Renaissance. Florenz wurde gleichzeitig Handels- und Finanzzentrum. Die reiche Familie der Medici stieg im 15./16. Jahrhundert zu einer Großmacht auf. Sie förderten weiterhin die Künste und Wissenschaft und regierten die Stadt. Doch die kulturelle Bedeutung von Florenz schwand im 17. Jahrhundert. Erst im 19. Jahrhundert beginnt ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung. Florenz wird das Ziel von Bildungsreisen und Teil Italiens. Florenz war zwischen 1865 und 1871 die Hauptstadt Italiens.

Kirchen

Bildungsreisen
- Romanisch: Baptisterium San Giovanni (11./12. Jahrhundert), San Miniato al Monte (11. Jahrhundert)
- Romanisch-gotisch: Dom Santa Maria del Fiore (12.–14. Jahrhundert), Orsanmichele (1337)
- Gotisch: Santa Maria Novella, Santa Croce (mit Grabmälern von Dante, Michelangelo, Galileo Galilei, Machiavelli u.a.), Basilica di San Lorenzo (390 gegründet, 1425 von Brunelleschi umgebaut) und die Medici-Kapelle, beides mit den Grabmälern der Medici) Medici Medici Medici Medici

Paläste

Mittelalter
- Bargello (Palazzo del Podestà)
- Palazzo Davanzati
- Palazzo Vecchio Renaissance
- Uffizien
- Palazzo Medici Riccardi
- Palazzo Pitti
- Palazzo Rucellai
- Palazzo Strozzi

Weitere Sehenswürdigkeiten


- Biblioteca Medicea Laurenziana nach Plänen von Michelangelo
- Florentiner Dom
- Giotto's Campanile
- Baptisterium San Giovanni mit Paradiespforte
- Ponte Vecchio
- Universität (1321)
- Accademia dell' Arte del Disegno
- Uffizien
- Palazzo Pitti und Boboli-Garten, dahinter der Belvedere mit seinem Blick über die Stadt
- Nationalmuseum im Bargello
- Archäologisches Museum
- Nationalbibliothek
- Institut und Museum für Wissenschaftsgeschichte
- Santa Maria Maddalena dei Pazzi
- San Marco
- San Miniato al Monte

Wirtschaft


- Fremdenverkehr
- Kunstgewerbe (Schmuck-, Leder- und Strohverarbeitung) Kulinarisch ist Florenz auch für die Produktion von Cantuccini bekannt.

Sport

Florenz beheimatet den bekannte Serie A-Verein AC Fiorentina.

Berühmte Florentiner


- Girolamo_Savonarola († 1498), Dominikanerprior, Bußprediger

Söhne und Töchter der Stadt

Viele Päpste, Schauspieler, Schriftsteller wurden in Florenz geboren, siehe Söhne und Töchter von Florenz.

Galerie

Bild:Florence_Dome.JPG|Innenansicht der Kuppel des Florenzer Doms Bild:Paradies_tuer_florenz.jpg|Die Paradiestür des Battisterio San Giovanni Bild:Palazzo_pitti.jpg|Gartenfassade des Palazzo Pitti Bild:Raub_der_sabinerin.jpg|Raub der Sabinerin in der Loggia dei Lanzi Bild:Piazza_della_republica.jpg|Piazza della Repubblica, vom Cafe des Kaufhauses 'La Rinascente' aus gesehen Bild:Ponte_vecchio_arno_piazzale_michelangelo.jpg|Ponte Vecchio – Richtung San Miniato Bild:Dom_front.jpg|Dom Bild:Loggia_dei_lanzi2.jpg|Loggia dei Lanzi

Weblinks


- [http://www.aboutflorence.com/florenz Reiseführer Über Florenz: Informationen über die Stadt Florenz] (Deutsch/English/Italian)
- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/us/florence/florence_italy.htm Florence: Virtual travel in the city of Renaissance] (English/Italian)
- [http://www.comune.firenze.it/ Offizielle Site der Stadt (ital., engl.)]
- [http://www.oxp.de/Album/69_6 Foto-Galerie]
- [http://www.doroundjuergen.de/Florenz/palazzi.htm Private Website mit Fotos von Renaissance-Palästen] ! Kategorie:Weltkulturerbe Kategorie:Hauptstadt in Italien Kategorie:Ort in der Toskana ja:フィレンツェ ko:피렌체

Rom

Rom (italienisch: Roma) ist eine Stadt mit 2.823.201 Einwohner an den Ufern des Flusses Tiber. In der näheren Agglomeration wohnen 3.615.972 Einwohner (Stand jeweils 1. Januar 2005). In der Antike war sie das Zentrum des Römischen Reiches und seit 1871 ist sie die Hauptstadt Italiens. Darüber hinaus ist sie Verwaltungssitz der Region Latium und der Provinz Rom. Innerhalb der Stadt bildet der unabhängige Staat der Vatikanstadt eine Enklave. Der Vatikan ist der Sitz des Papstes, des Bischofs von Rom und Oberhauptes der katholischen Kirche. Außerdem ist Rom auch der Sitz des Malteser Ritterordens, der ein eigenständiges, jedoch nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt ist. Somit kann Rom als dreifache Hauptstadt gelten. Die Altstadt von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt. Außerdem ist Rom der Sitz folgender UN-Organisationen: FAO, IFAD, WFP.

Geografie

Geografische Lage

WFP Rom liegt im Zentrum des Landes, am Tiber, unweit des Tyrrhenischen Meeres durchschnittlich 37 Meter über dem Meeresspiegel. Im Osten Roms befinden sich die Abruzzen, im Nordosten die Sabiner Berge und im Süden die Albaner Berge. Rom liegt in der Tiberebene, in welcher sich Tiber und Aniene kurz vor der Stadt vereinigen. Die geografischen Koordinaten sind 41,53 Grad nördlicher Breite und 12,29 Grad östlicher Länge. Die weitere Umgebung ist die Campagna Romana oder kurz Campagna. Die Provinz Rom grenzt im Norden an die Provinz Viterbo und die Provinz Rieti, im Osten an die Provinz L'Aquila in der Region Abruzzen, sowie im Süden an die Provinz Frosinone und die Provinz Latina.

Stadtgliederung

Rom gliedert sich in 19 Munizipien und 155 Stadtbereiche. Die Munizipien sind Stadtbezirke, welche zur leichteren Regierbarkeit der Stadt Anfang der 1990er Jahre eingeführt wurden. Ursprünglich waren es 20 municipi, aber das Municipio XIV ist Mitte der 1990er Jahre ausgemeindet worden und heute als Stadt Fiumicino bekannt. Die Stadtbezirke sind :
- Area Nord-Est: Municipi I, III, V und XVII
- Area Nord-Ovest: Municipi II, IV, XVI, XVIII, XIX und XX
- Area Sud-Ovest: Municipi XII, XIII und XV
- Area Sud-Est: Municipi VI, VII, VIII, IX, X und XI

Klima

Fiumicino Das Klima Roms ist von seiner mediterranen Lage geprägt. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15,4 Grad Celsius und die jährliche Niederschlagsmenge 758 Millimeter im Mittel. Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 21 bis 23,8 Grad Celsius und die trockensten Juni und Juli mit 19 bis 21 Millimeter Niederschlag im Mittel. Die größten Niederschläge sind im Herbst und Winter mit durchschnittlich 74 bis 104 Millimeter zu verzeichnen. Der kälteste Monat ist der Januar mit 7,9 Grad Celsius im Mittel.

Geschichte

Gründung Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit der Vestalin Rhea Silvia. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden. Das Gründungsdatum Roms ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders, lat. ab urbe condita, abgekürzt a.u.c., deutsch „von der Gründung der Stadt (Rom) an“. Ausgrabungen auf dem Palatin fanden tatsächlich Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus. Königszeit und Republik Römischen Kalenders Die Zusammenfassung einzelner Siedlungen zu einem Gemeinwesen könnte sich nach Auffassung der Historiker tatsächlich um das legendäre Gründungsdatum herum ereignet haben. Die sprichwörtlichen sieben Hügel Roms sind: Palatin, Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius (auch Caelian(us)). Zu Beginn seiner Geschichte war Rom ein Königreich, als erster Etruskerkönig wird Tarquinius Priscus (616 bis 578 v. Chr.) genannt. Nach Vertreibung des letzten etruskischen Königs Tarquinius Superbus - angeblich im Jahr 509 v. Chr. - wurde Rom eine Republik - wenngleich dies wohl erst um 475 v. Chr. geschah. Die Folgezeit war von Ständekämpfen zwischen den rechtlosen, wenn auch freien Plebejern und den adeligen Patriziern gekennzeichnet. Rom begann nun, die umliegenden Gebiete anzugliedern. Obwohl sich Rom 390 v. Chr. einer Invasion der Kelten kaum erwehren konnte, expandierte die Stadt dennoch ständig. Zum Schutz vor weiteren Übergriffen wurde die Servianische Mauer errichtet. 312 v. Chr. folgte der Bau des ersten Aquädukts sowie der Bau der Via Appia. Zur Expansion Roms trugen insbesondere auch die Punischen Kriege (264-146 v. Chr.) bei. Nachdem die Brüder Tiberius Gracchus und Gaius Sempronius Gracchus, die versucht hatten, Landreformen durchzusetzen, ermordet wurden, kam es zu einer Phase der Instabilität, welche in Bürgerkriegen ihren Höhepunkt fand. Gaius Iulius Caesar setzte als Diktator eine Reihe von Reformen durch, wurde jedoch 44 v. Chr. ermordet. Zu diesem Zeitpunkt erreichte das Forum Romanum bereits eine Bebauungsdichte, die eine Ausweitung des Areals nötig machte. Aus diesem Grund begann Caesar mit dem Bau des Forum Iulium. Kaiserzeit Forum Iulium Im 1. Jahrhundert vor Christus war Rom wohl bereits eine Millionenstadt und sowohl geographisches als auch politisches Zentrum des Römischen Reiches. Es verfügte über ein funktionierendes Frisch- und Abwassersystem, ein gut ausgebautes Straßennetz, funktionierende Bevölkerungsschutzeinheiten (Vigiles) welche als Feuerwehr mit Polizeibefugnissen ihren Dienst versahen. Trotzdem wurde der Ausbau Roms, welcher besonders unter Caesars Erbe Kaiser Augustus forciert worden war, durch einen großen Brand unter Nero im Jahr 64 vorübergehend zurückgeworfen. Unter der Herrschaft der Flavischen Dynastie (69-96 n. Chr.) begannen umfangreiche Bautätigkeiten. Zu diesen neuen Bauwerken gehören die berühmtesten Baudenkmäler, wie das Kolosseum und die Kaiserforen. Das letzte dieser Foren wurde Anfang des 2. Jahrhunderts unter Trajan fertiggestellt. Zu dieser Zeit erreichte Rom den Höhepunkt seiner Zivilisation. Große Thermen wie die von Caracalla und Diokletian, welche sogar Bibliotheken einschlossen, waren fester Bestandteil des römischen Lebens geworden. Besessen vom Gigantismus errichteten die Kaiser immer größere Bauwerke, wie die Maxentiusbasilika. Hierin begann sich bereits der Niedergang des Kaiserreiches abzuzeichnen. Spätantike und Niedergang Maxentiusbasilika Zu Beginn der Spätantike erreichte Rom wohl seine größte Bevölkerungszahl, verlor aber bald an politischer Bedeutung. Im 5. und 6. Jahrhundert kam es zu Katastrophen, die das Ende der antiken Herrlichkeit der Stadt bedeuteten: Auch die im 3. Jahrhundert errichtete Aurelianische Mauer konnte nicht verhindern, dass Rom während der Völkerwanderung 410 von den Westgoten,